News | 31.01.2022

Das CCC München ist jetzt Teil des EURACAN Netzwerkes

Seit 1. Januar ist es offiziell: Das CCC München, das gemeinsame Krebszentrum der beiden Münchner Universitätskliniken, ist jetzt Teil des Europaweiten Netzwerkes (European Reference Network – ERN) für seltene Tumoren bei Erwachsenen – nach einem zweijährigen Bewerbungs- und Auswahlprozess. Bei den sogenannten ERNs handelt es sich um 24 europäische Referenznetzwerke, die sich mit der Diagnostik und Behandlung seltener und komplexer Erkrankungen befassen. Im Fokus des ERN EURACAN (Rare Adult Cancer) stehen seltene solide Tumorerkrankungen im Erwachsenenalter.
Die zehn Domänen des EURACAN Netzwerks

EURACAN deckt insgesamt 10 Krankheitsdomänen ab. Im Rahmen der Bewerbung wird die Qualifikation eines Zentrums für jede Domäne individuell geprüft. Erfreulicherweise wurde das CCC München durch die internationalen Gutachterinnen und Gutachter in jeder Domäne positiv bewertet, so dass das CCC München nun in allen 10 Bereichen durch Expertinnen und Experten seiner beiden Standorte am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) und am LMU Klinikum München, vertreten ist.

Durch die Mitarbeit im ERN unterstützen die beiden Universitätsklinika das EURACAN Netzwerk in der Umsetzung seiner Ziele; diese umfassen zum Beispiel den verbesserten Zugang zu molekularer Diagnostik oder zu modernen Therapieverfahren in ganz Europa. Verwirklicht wird dies durch die Entwicklung von klinischen Leitlinien und durch die Ausarbeitung gemeinsamer Fort- und Weiterbildungskonzepte. Des Weiteren dient das Netzwerk als Plattform für den Austausch mit Patientinnen und Patienten und erleichtert die internationale Vernetzung und Zusammenarbeit.

Koordiniert wurde diese erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Partnerstandorte durch Dr. Benedikt Westphalen (LMU Klinikum München) und Prof. Maximilian Reichert (Klinikum rechts der Isar der TU München), die das CCC München in den zentralen Gremien des ERN vertreten werden. Beide Protagonisten betonen: „Wir freuen uns sehr über die erfolgreiche Bewerbung und auf den Austausch sowie die Zusammenarbeit in den internationalen Teams. Wir hoffen mit unserer Fachexpertise die Versorgung von Patienten mit seltenen Tumorerkrankungen nachhaltig verbessern zu können.

Prof. Dr. Maximilian Reichert

Dr. C. Benedikt Westphalen